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Bodunger Beiträge Heft 15


 
Galerie in der Burg:
Kunst aus der DDR 1 und 2. Meistergrafiken einer privaten Sammlung. 2 Teile
Begleithefte zu den gleichnamigen Ausstellungen in 2009 und 2011. Grossbodungen
ISSN 1610-8698

Zum 60. Jahrestag der Gründung zweier deutscher Staaten und zugleich zum 20. Jubiläum des Mauerfalls zeigte die Galerie in der Burg eine Ausstellung „Kunst aus der DDR“. Zu verdanken ist diese Schau einem in Mitteldeutschland lebenden Kunstsammler, aus dessen großem Fundus an Meistergraphiken wir die Ausstellung zusammenstellen durften.
Kunst aus der DDR gehört zum gesamtdeutschen Erbe und ist Teil der deutsch-deutschen Kunstgeschichte von 1945 bis 1989. Doch scheint diese Wertung nach wie vor alles andere als selbstverständlich zu sein. Bis heute stehen Erscheinungen der kunstbetrieblichen Ausgrenzung und politischer Stigmatisierung einer angemessenen und differenzierten Bewertung im Wege. Der anhaltend schwierige Umgang mit Kunst und Künstlern aus der DDR zeigt sich aktuell am Beispiel der in Los Angeles laufenden Exposition „Kunst und Kalter Krieg“. Diese Retrospektive versucht eine gleichberechtigt integrierende Sicht auf das deutsch-deutsche Kunstschaffen und wird auch in Nürnberg und Berlin zu sehen sein. Doch der Impuls dafür kommt aus den USA und eben nicht aus Deutschland.
In unserer Ausstellung in Großbodungen waren Graphiken von 67 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen; die jüngste Arbeit stammt aus dem Jahre 1990, die älteste von 1908. Sie ist der Graphikmappe „Wegzeichen“ entnommen, die anlässlich der Ostberliner Ausstellung „Wegge fährten – Zeitgenossen“ zum 30. Gründungstag der DDR 1979 herausgegeben wurde. Spätestens mit dieser Ausstellung wurde – so die kunstgeschichtlichen Standardwerke – eine Neubewertung der kunstpolitischen Maßstäbe eingeleitet. Künstlerische Ausdrucksformen begannen sich vom staatlich propagierten sog. „sozialistischen Realismus“ zu lösen, wie in unserer Ausstellung zu verfolgen ist.
Bei aller Vielfalt in künstlerischen Ausdrucks- und Gestaltungsweisen blieb der Kunst in der DDR aber stets eine politische Funktion zugedacht. Wir zeigten in unserer Ausstellung keine Werke politisch missliebiger, oppositioneller Künstler, sondern durchweg Arbeiten anerkannter Namen. Darunter auch solche Künstler, die seit den 1970er Jahren im „Westen“, etwa
auf der Kasseler Documenta 1977, große Beachtung fanden und u.a. in der bedeutenden Sammlung Ludwig in Köln vertreten sind.
Die Ausstellungen wollten sichtbar machen, dass in der DDR eine differenzierte Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks möglich war.
Die Ausstellungsbegleithefte stellen alle in den Expositionen vertretenen Künstler in Kurzbiografien vor.



Preis pro Heft 14,90 EUR, ggfs. zzgl. Versandkostenanteil von 1,20 EUR.

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