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08. Mai 2011
Geschichte der Bodunger Burg - Ausstellung anläßlich des 550.ten Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung1461


 
In Zusammenarbeit mit dem Burgforum e.V. Ausstellung bis 5.06., geöffnet Mittwoch bis Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr Die Großbodunger Burg feiert im 2011 das Jubiläum des 550.ten Jahrestages ihrer urkundlichen Ersterwähnung: Im Jahr 1461 hat Herzog Wilhelm von Sachsen als Landgraf von Thüringen die Grafen von Hohenstein, Schwarzburg und Stollberg mit den Städten und Schlössern „Lare, Utterode, Elrich, Bodungen und Blicherode“ belehnt. Die gut erhaltene und aufwendig dekorierte Originalurkunde befindet sich im Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt und wird anlässlich des Jubiläums erstmals in Großbodungen im Original gezeigt. Die Burg ist allerdings wesentlich älter als die Ersterwähnungsurkunde von 1461. In der Ausstellung wird die Geschichte von Burg und Dorf dokumentiert: Um 1200 erbaut das Ortsadelsgeschlecht der Herren von Bodungen - auch „de Asseburg, de Asleburc“ genannt nach ihrer salischen Ministerialentätigkeit auf der Hasenburg - die Burg in Großbodungen als einfache Wehr- und Fluchtburg 1329 erfolgt der Ausbau der Bodunger Burg zu Wohnzwecken durch die Familie von Bodungen. Hiervon zeugt ein frühgotischer Schlussstein über dem Eingangstor auf dem Schlossplatz. Vor 1370 verlassen die Herren von Bodungen ihren Stammsitz, geben ihr Lehen auf und übersiedeln auf das Eichsfeld, wo sie in Martinfeld einen neuen Stammsitz errichten. Die Herrschaft Lohra, zu der das Amt Großbodungen seit spätestens 1370 gehört, gelangt an die Grafen von Hohnstein Seit dem Jahre 1431 steht die Hohnsteinische Herrschaft Lohra unter der Oberlehnsherrschaft der Herzöge von Kursachsen. Das Amt Großbodungen ist zu dieser Zeit (1433-1460) an die Ritterfamilie Resenhut verpfändet. Im Jahre 1461 erfolgt die Belehnung der Grafen von Hohnstein, Schwarzburg und Stollberg durch den kursächischen Herzog u.a. mit Lohra und Großbodungen zur gesamten Hand: Es ist die erste urkundliche Erwähnung der Burg in Großbodungen Den protestantische Glauben führen die Hohnsteiner seit 1546 in ihrer Grafschaft und damit auch in Großbodungen ein. Während der größte der Teil der Grafschaft Hohnstein 1573 unter die Oberlehnsherrschaft des Halberstädter Stifts gelangt, bleibt das Amt Großbodungen als Enklave unter kursächsischer Oberlehnsherrschaft (Bleicheröder Permutationsrezess 1574). Die Burg ist zu dieser Zeit an die Familie Hans von Berlepsch verpfändet. Hans von Berlepsch war der Sohn des bekannten Wartburghauptmanns Berlepsch, der Martin Luther auf der Wartburg Unterschlupf bot. Die Berlepschs bewirtschaften Burg und Gut außerordentlich erfolgreich und nehmen ab ca. 1575 einen umfangreichen Umbau vor, durch den die Burg ihre heutige architektonische Gestalt mit einem Fachwerkinnenhof erhält. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) ruiniert die Familie wirtschaftlich; sie geben ihr Pfand auf. Im Jahre 1633 lösen die Grafen von Schwarzburg als Erbfolger der Grafen von Hohnstein das Bodunger Pfand von den Berlepschs aus. In der Folge dient die Burg als Wirtschafts- und Domänenverwaltung und kommt zu Wohnzwecken außer Gebrauch. Mit dem Staatsvertrag 1816 infolge der Napoleonischen Kriege wird Großbodungen preußisch, lediglich das Kammergut und die Burg bleiben bis 1920 fürstlich-schwarzburgische Domäne. Infolge der Kriegsniederlage Deutschlands und des Rücktritt des Schwarzburgischen Fürstenhauses 1918 wird Großbodungen in der Weimarer Republik (1919-1933) Teil des Landes Thüringen, Burg und Domäne gehen in Gemeindebesitz über. Im Nationalsozialismus dient die Burg in den Jahren 1941-44 als Landheim des Bundes Deutscher Jugend (BDJ). Nach der Kapitulation Deutschlands 1945 wird Großbodungen der ,Sowjetisch-besetzten Zone (SBZ) zugeordnet und fällt von 1949 bis 1989 unter die Sozialistische Diktatur in der DDR. Die Burg verfällt zusehends. Mit der Deutschen Einheit wird Großbodungen Teil des Landes Thüringen. 1994 verkauft die Gemeinde Großbodungen die mittlerweile als Denkmal stark bedrohte Burg in den Besitz der Grafen von Westphalen zu Fürstenberg. Seitdem haben wir umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.


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