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03. April 2011
TORTURA - 53 mittelalterliche Folterinstrumente im Original nachgebaut




 
Ausstellung in der Kemenate bis 5.06. geöffnet Mittwoch bis Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr Unter Folter – auch „Tortur“ oder „Marter“ – versteht man das gezielte Zufügen von physischem oder psychischem Leid – Gewalt, Qualen, Schmerzen – durch andere Menschen mittels „Foltergeräten“. Folter war ein wesentlicher Bestandteil des Beweisverfahrens, der „Wahrheitsfindung“ im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Strafprozeß. Es galt die Regel: „Confessio est regina probationum“ – „Das Geständnis ist die Königin der Beweismittel“. Vor allem im Zusammenhang mit kriegerischen Konflikten findet die Folter von Gefangenen bis heute Anwendung. Die Ausstellung TORTURA zeigt 53 mittelalterliche Folterinstrumente. Es handelt sich um eine der größten Sammlungen original rekonstruierter Ausrüstungen, entstanden in Verona. Die „peinliche Gerichtsbarkeit“ wurde auch in Großbodungen vollstreckte, eine Streckbank Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Burg in das Göttinger Stadtmuseum verkauft. Neben einer Streckbank sind Pranger, Hexenbock, Bruchrad, Inquisitionsstuhl, Schandmasken zu sehen; ihre Wirkungsweise wird in Wort und Bild erklärt. Unter den 53 Folterinstrumenten sind weiterhin Kniebrecher, Brandeisen, eiserner Schuh, Ketzergabel und Keuschheitsgürtel. „Die Verstümmelung der Hand“, das „Pfählen“, der „Brustzerreißer“, der „Kopfzerquetscher“ sind weitere Martermethoden neben Wasserfolter und Daumenschraube. Ergänzt wird die Ausstellung durch Textauszüge und Darstellungen aus historischen Gerichtsordnungen nach1507 und die rechtsgeschichtliche Aufhebung der Folter in Deutschland im18. Jahrhundert. Hinweise auf gegenwärtige Foltermethoden sowie die grundlegenden zwischenstaatlichen Übereinkommen gegen die Folter werden ebenfalls dokumentiert.


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