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28. März 2010
Töpferkunst in Thüringen - Ausstellung vom 28.März bis 24. Mai


 
„Töpferkunst in Thüringen“ - Eine Gemeinschaftsausstellung des Museums für Thüringer Volkskunde (Erfurt) und der Galerie in der Burg. Eröffnung am Sonntag, 28. März, 17.00 Uhr durch die Direktorin des Museums für Thüringer Volkskunde, Dr. Marina Moritz Mit seinen überaus reichen Regionalbeständen zählt das Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt zu den größten Volkskundemuseen Deutschlands. Zu den Sammlungen ländlicher Sachkultur des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts – Sammlungsbestände zum 20. und 21. Jahrhundert sind im Aufbau -gehört auch historische und moderne Gefäßkeramik. Einen repräsentativen Teil dieses Bestandes zeigt das Museum in der Galerie in der Burg. Dazu gehört sowohl Gefäßkeramik v. a. der späten 1980er/ frühen 1990er Jahre aus Werkstätten Thüringer Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker als auch handwerklich hergestelltes Gebrauchs- und Ziergeschirr, wie es in Thüringen in der Zeit zwischen 1860 und 1950/60 hergestellt bzw. benutzt wurde. In Thüringen hatte sich das Töpferhandwerk seit dem Mittelalter vor allem als zweckmäßige Gebrauchsware verbreitet. Im Verlauf von etwa 300 Jahren entstanden in Thüringen wirtschaftliche Zentren des Töpferhandwerks. Zu den bekanntesten zählen: Bürgel (nahe Jena), das mittlere Werragebiet (besonders Gerstungen, Großensee, Neustädt, Berka/ Werra und das südthüringische Ummerstadt. Doch die Verbreitung erschwinglichen Porzellans und Steinguts sowie industriell gefertigten (emaillierten) Blech-geschirrs einhergehend mit veränderten Wirtschaftsformen in Haushalt und Landwirtschaft infolge technischer Fortschritte ließen seit etwa 1880-1900 das reiche Angebot an Töpferwaren zusammenschmelzen. Hiesige Töpfer versuchten, sich neu zu orientieren. In der Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung ließen Landesherren den Handwerkern eine dem Zeitgeschmack entsprechende Zierkeramik nahebringen, Kunsttöpfereien und Majolikafabriken entstanden. Viele der weiterhin in althergebrachter Weise arbeitenden Töpfereien versuchten Käufer zu gewinnen, indem sie nunmehr vorrangig dekorierte Ware herstellten. Solche hatte man vorher wegen des größeren Arbeitsaufwandes nur zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten oder Taufen, gefertigt. Nun jedoch entwickelte sich eine bislang wohl ungekannte Dekorvielrfalt. Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen individuelle Öffnungstermine möglich. Eintritt 3,- EUR, ermäßigt 2,- EUR. Im Rahmen der Ausstellung findet am 8. Mai (Muttertag) ein Töpfermarkt statt.


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